Leifers (italienisch Laives) ist eine Stadt mit 17.197 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) im Südtiroler Unterland in Italien.

Leifers ist die jüngste der acht Städte Südtirols (seit 1985) und – nach Bozen, jene mit dem größten Anteil an Einwohnern mit italienischer Muttersprache.

Leifers liegt etwa zehn Kilometer südlich von Bozen. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von dem auf dem Schuttkegel des Brantenbaches liegenden eigentlichen Leifers über die Wohnsiedlung Steinmannwald bis hin zu dem unmittelbar an Bozen anschließenden St. Jakob (Unterau). Darüber hinaus gehören auch Teile des Regglberges sowie das Bergdorf Seit, Teile des Brantentals und Breitenberg zur Gemeinde.
Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort Leifers im Jahre 1189. Zu einer eigenständigen Gemeinde wurde Leifers jedoch erst 1819. Aufgrund der Nähe zur Stadt Bozen und den günstigeren Wohnangeboten in Leifers zogen in den vergangenen Jahrzehnten Tausende Einwohner hierher um. Die rasche Entwicklung vom landwirtschaftlich geprägten Dorf zur Satellitenstadt machte erhebliche Investitionen in die Infrastruktur nötig.

Leifers war bis 1948 durch die Straßenbahn Bozen an die Landeshauptstadt angebunden.
Einwohner

Die heutigen Einwohner der Stadt können der Sprache und Herkunft nach hauptsächlich in vier Gruppen unterteilt werden:

* die traditionell deutschsprachige Gruppe
* die traditionell italienischsprachige Gruppe (historische italienischsprachige Minderheit im Südtiroler Unterland)
* die in den letzten Jahrzehnten zugewanderte deutschsprachige Gruppe (vor allem aus dem restlichen Südtirol)
* die zahlenmäßig bedeutendste Gruppe der in den letzten Jahren (über Bozen) zugewanderten italienischsprachigen Bevölkerung

Sehenswürdigkeiten

* Neue Pfarrkirche Leifers: ein besonderes Wahrzeichen der Stadt Leifers ist der im Jahr 2004 errichtete Zubau zur alten Kirche. Die alte Kirche wurde aber nicht abgerissen, sondern an der Nordwand an drei Stellen (wo sich früher zwei Beichtstühle und der Seiteneingang befanden) geöffnet. Das neue Kirchenschiff wurde im 90-Grad-Winkel angebaut. Der Kirchturm stammt aus dem Jahr 1250, die Kirche wird 1386 in einer Urkunde erstmals schriftlich erwähnt. Seit 1787 steht in der Leiferer Pfarrkirche das Weißensteiner Gnadenbild, eine 16 cm hohe Pietà aus Alabaster.
* Kapelle Peterköfele: Beachtlich ist auch das ‘Peterköfele’ über Leifers, eine in ihren Ursprüngen hochmittelalterliche Kapelle, die einst Teil der weitgehend abgegangenen Burg Liechtenstein bildete. Burg und Kapelle lagen an der alten Wegeverbindung auf den östlich vorgelagerten Bergrücken des Regglbergs (ehem. Gericht Deutschnofen).